Vermisstensuchdienst

Bei Suchanfragen von Flüchtlingen und Migranten

 

Viele Suchende in Deutschland wurden auf ihrem Weg über die aktuellen Migrationsrouten nach Europa unter dramatischen Umständen von ihren Familien getrennt. Um diese Vermisstenschicksale aufzuklären, gibt es den Suchdienst des Deutschen Roten Kreuz.

Flüchtlinge, die lieber selbst über das Internet nach Ihrer Familie suchen wollen, finden auf der Seite » www.tracetheface.org Fotos von Menschen, die ebenfalls ihre Angehörigen suchen.

» Beratung des DRK-Suchdienst

Der DRK-Suchdienst hilft bei Suchanfragen von Flüchtlingen, die den Kontakt zu ihren Angehörigen verloren haben. Manche Suchende sind auf ihrem Weg über die aktuellen Migrationsrouten nach Europa von ihren Familien getrennt worden. Um diese Vermisstenschicksale aufzuklären, arbeitet der DRK-Suchdienst im Rahmen seines internationalen Suchdienst-Netzwerkes mit Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften weltweit sowie mit dem internationalen Komitee vom Roten Kreuz zusammen.

Besteht im Anschluss an die internationale Suche der Wunsch nach einer Familienzusammenführung in Deutschland, berät der DRK-Suchdienst zu den rechtlichen Voraussetzungen und unterstützt im Visumverfahren.

Ansprechpartner

  • DRK-Kreisverband Rems-Murr
    🏠 Henri-Dunant-Straße 1
    71334 Waiblingen

 

 
» Trace the Face - Selbstständige Online-Suche mit Fotos

Suchende, die etwa auf der Flucht von ihren Angehörigen getrennt worden sind, können über die nationale Rotkreuzgesellschaft des Landes, in dem sie sich zum Zeitpunkt der Suche aufhalten, ihr Foto auf der Webseite » www.tracetheface.org des IKRK veröffentlichen, „Ich suche meine Schwester, meinen Bruder, meine Familie“, wird dazu vermerkt. Über die Suchkriterien Alter, Geschlecht und Herkunftsland lassen sich die den Nutzern angezeigten Fotos näher eingrenzen. Sowie der gesuchte Mensch selbst oder Personen, die mit ihm in Kontakt stehen, von der Suche erfahren, können sie über ein automatisch bereitgestelltes Antwortformular Kontakt zu dem jeweiligen Rotkreuz-Suchdienst aufnehmen, der mit dem Suchenden in Verbindung steht.

Zum Schutz der suchenden Person vor ungewollten Kontaktaufnahmen ist dabei jedoch nicht ersichtlich, in welchem Land sich dieser Rotkreuz-Suchdienst befindet. Der Aufenthaltsort der Suchenden bleibt bei der Online-Suche per Foto anonym. Bis Juli 2016 nutzten bereits über 1.400 Menschen mit ihrem Foto die neue Online-Suchmöglichkeit.

Mit einer Auswahl der auf der Website eingestellten Fotos wird jeden Monat ein neues Plakat gestaltet, das auf diese neue Möglichkeit der Online-Suche hinweist sowie Kontaktdaten des Suchdienstes der jeweiligen Nationalen Rotkreuzgesellschaft enthält. Dieses Plakat wird in den Ländern der teilnehmenden europäischen Rotkreuz-Suchdienste möglichst weit verbreitet.

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